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In diesem Text möchten wir mehr über unsere Arbeit erzählen.
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Selbstverständnis

Einleitung

In diesem Text möchten wir mehr über unsere Arbeit erzählen.

Die Aufgaben von unserem Verein stehen schon in unserer Satzung.

Die Satzung steht hier:

Achtung: Die Satzung ist nicht in Leichter Sprache.

In diesem Text schreiben wir deshalb etwas über unsere Werte.

Unsere Werte zeigen:

Diese Dinge sind uns bei unserer Arbeit besonders wichtig.

So möchten wir mit·einander arbeiten.

Und so sollen unsere Angebote sein.

Wir wollen nicht nur über diese Dinge schreiben und reden.

Wir wollen auch Dinge tun.

Das ist am wichtigsten.

Wir haben unterschiedliche Erfahrungen

Wir sind alle selber Psychiatrie-Betroffene.

Wir haben psychiatrische Diagnosen bekommen.

Und wir wurden psychiatrisch behandelt.

Aber unsere Erfahrungen mit Psychiatrie sind alle unterschiedlich.

Manche Erfahrungen sind gut.

Und manche Erfahrungen sind schlecht.

Alle Menschen werden in unserer Gesellschaft unterschiedlich behandelt.

Leider werden viele Menschen diskriminiert.

Diese Menschen werden also schlechter behandelt als andere.

Diese Menschen werden besonders oft diskriminiert:

  • Nicht-weiße Menschen.
  • Nicht-hetereo·sexuelle Menschen.
  • Trans* Menschen.
  • Menschen mit einer nicht-christlichen Religion.
  • Menschen mit wenig Geld.
  • Behinderte Menschen.
  • Oder Menschen mit wenig Bildung.

Auch Menschen mit psychischen Problemen werden oft schlecht behandelt.

Und diese verschiedenen Diskriminierungen können auch zusammen passieren.

Eine Schwarze Frau erlebt zum Beispiel in der Psychiatrie andere Dinge
als ein weißer Mann.

Dazu sagt man auch: Intersektionalität.

Wir sind gegen Diskriminierung

Bei unserer Arbeit geht es vor allem um diese beiden Themen:

  1. Psychiatrische Gewalt.
  2. Diskriminierung

Aber uns sind alle Menschen·rechte sehr wichtig.

Deshalb reden wir über mehr als nur diese beiden Themen.

Alle Menschen sollen gleich·berechtigt sein.

Und alle Menschen sollen die gleichen Freiheiten haben.

 

Intersektionalität ist sehr wichtig für unsere Arbeit.

Wir möchten verstehen:

  • Brauchen wir vielleicht unterschiedliche Dinge?
  • Worauf müssen wir besonders aufpassen?
  • Wie können sich alle bei uns wohlfühlen?

Alle Menschen lernen schon als Kinder viele Vorurteile.

Manchmal versteht man diese Vorurteile erst sehr viel später.

Wir wollen alle gemeinsam mehr darüber lernen.

Denn wir wollen niemanden diskriminieren.

Wir haben unterschiedliche Meinungen

Wir haben alle unterschiedliche Meinungen zum Thema Psychiatrie.

Das ist auch bei sehr wichtigen Fragen so.

Zum Beispiel:

  • Sind psychiatrische Diagnosen wichtig?
  • Sind psychiatrische Medikamente gut?

Dabei geht es nicht um Richtig oder Falsch.

Wir akzeptieren verschiedene Meinungen zu diesen Themen.

Denn jeder Mensch ist selber für sein Leben verantwortlich.

 

Alle Menschen dürfen eine eigene Meinung haben.

Und alle Menschen dürfen selber entscheiden.

Wir möchten einfach gemeinsam über diese Themen sprechen können.

 

Wir sind alle gleich wichtig

In vielen Gruppen und Vereinen gibt es eine Leitung oder Chef*innen.

Wir finden das nicht gut.

Denn Leitungen und Chef*innen haben immer mehr Macht als alle anderen.

Das wollen wir bei uns nicht.

Deshalb sind bei uns alle gleich wichtig.

Niemand darf mehr entscheiden als andere.

Wir teilen alle wichtigen Informationen für die Arbeit mit·einander.

Wir teilen uns auch die Arbeit gerecht auf.

Wir helfen uns gegenseitig

Unsere Arbeit ist von betroffenen Personen für betroffene Personen.

Selbst·hilfe und Selbst·organisation finden wir nämlich sehr wichtig.

Das heißt:

  • Betroffene Menschen arbeiten selber mit.
  • Betroffene Menschen unterstützen sich gegenseitig.
  • Betroffene Menschen treffen wichtige Entscheidungen.

Wir planen alle unsere Angebote und Projekte selber.

Wir sind gegen Gewalt

Manchmal geht es Menschen psychisch besonders schlecht.

Dann verhalten sich diese Menschen vielleicht anders als sonst.

Zum Beispiel:

  • Jemand schreit laut.
  • Oder jemand macht etwas kaputt.

Viele von uns kennen dieses Gefühl.

Und wir haben viel Verständnis für diese besonderen Situationen.

Aber jeder Mensch ist trotzdem verantwortlich für seine Handlungen.

Das heißt:

Auch in besonders schweren Situationen darf man nicht alles machen.

Wir sind gegen jede Art von Gewalt.

Und wir sind gegen jede Art von Diskriminierung.

Wir akzeptieren keine Gewalt und keine Diskriminierung.

Das heißt:

Bei uns darf niemand diskriminierende Sachen sagen oder tun.

Und niemand darf gewalt·tätig sein.

Wir freuen uns über Unterstützung

Wir arbeiten gerne mit anderen Menschen zusammen.

Aber diese Menschen müssen auch gegen Gewalt und Diskriminierung sein.

Gemeinsam können wir überlegen:

  • Was brauchen Psychiatrie-Betroffene?
  • Wie können wir uns alle wohl·fühlen?